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des TSV Amönau)
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Tel: +49
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Chronik des TSV Amönau
1911 – Der Turnverein
Amönau wird gegründet
Der Verein wurde im Jahre 1911 unter der Leitung des
damaligen Lehrers Hoos gegründet. (rechts stehend)

Die nachstehend aufgeführten Gründungsmitglieder sind dem
Festprotokoll des Stiftungsfestes von 1955 entnommen:
Lehrer Hoos, Johannes Gnau , Hermann Dersch, Christian
Wiegand, Moritz Muth, Johannes Wiegand 89, Hans Wiegand 89, Michael Engel,
Heinrich Busch, Jakob Althaus, Wilhelm Brössel, Ludwig Berner, Johannes Wiegand
11, Stefan Lind, Heinrich Wiegand 67, Hermann Fischer (Rektor).

Obere Reihe
stehend:
Johannes
Wiegand, Heinrich Busch, Wilhelm Schmidt, Heinrich Moog , Moritz Muth
Mittlere
Reihe:
Johannes
Linne, Richard Engel, Heinrich Schmidt, Christian Wiegand, Christian Fett,
Wilhelm Brössel, Heinrich Otto jun., Heinrich Otto sen., Heinrich Wiegand,
Heinrich Sauerwald, Stefan Lind, Heinrich Lölkes,
untere Reihe
Ludwig Bergner, Johannes Gnau, (Hausnr.3) Heinrich Hilberger,
Johannes Moog, Hermann Dersch, Heinrich Engel, Johannes Wiegand (Bambiersch)
Das erste Vereinslokal des jungen Vereins war das Gasthaus
Otto. Als Übungsstätte diente die heute noch erhaltene Schulscheune, inzwischen
umgebaut und im Besitz des Elisabethvereins. Der Verein verstand sich bis 1920
als reiner Turnverein. Der heutige Volkssport Fußball war zur Gründungszeit des
Vereins in Amönau noch kein Thema. Schon bald nach der Vereinsgründung brach
der 1. Weltkrieg aus. Das Vereinsleben kam vorerst zum Erliegen. Im 1.
Weltkrieg fielen sechs Vereinsmitglieder, darunter zwei Gründungsmitglieder: J.
Geil, Chr. Wiegand, K. Muth, E. Müller, J. Gnau, H. Kahler. Zu Ehren der
gefallenen Mitglieder wurde nach den 1. Weltkrieg eine Gedenktafel errichtet.
Über 50 Jahre war die Gedenktafel in der Amönauer Kirche angebracht, ehe sie im
Jahre 1980 ihren Platz im neu erbauten Vereinsheim fand.
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1920 – Der Fußball hält Einzug in Amönau
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges kam das Vereinsleben ab
1919 langsam wieder in Gang.
Unabhängig vom sportlichen Treiben des Turnvereins, wurde
1920 eine Fußballabteilung ins Leben gerufen – auf Initiative der Gebrüder
Hans und Fritz Schmack. Mit der Verbreitung des elektrischen Lichtes waren
die Gebrüder Schmack als Monteure
nach Amönau gekommen. Sie führten den Fußballsport in ihrer Wahlheimat Amönau
ein, der in ihrer Heimat im Großraum Frankfurt schon seit einiger Zeit in Mode
gekommen war.
Um das Jahr 1920 wurden im Marburger und Waldecker Land
viele Fußballvereine gegründet. Dies war eine Voraussetzung, um einen
Spielbetrieb in Gang zu setzen, der den damaligen Verhältnissen gerecht wurde.
Zunächst wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen; ein ordnungsgemäßer
Sportplatz war nicht vorhanden. Immer dort, wo gerade ein Bauer seine Wiese
gemäht hatte, wurde ein Spielfeld mit zwei flexibel auf- und abzubauenden Toren
hergerichtet. Neben den Gebrüder Schmack leisteten Heinrich Hilberger
und Heinrich Busch (Bürgeln) einen großen Beitrag zur Verbreitung des
immer beliebter werdenden Fußballspiels. Auch Johannes Hilberger, der den
Verein von 1953 bis 1978 leitete, war damals schon aktiv am Vereinsgeschehen
beteiligt. Wie Spieler aus der damaligen Zeit berichteten, pflegte er die
Fußbälle, die zum Spielbetrieb nötig waren und bewahrte sie auf. Diese
Tätigkeit übte er auch während seiner späteren Amtszeit bis zum Jahre 1978 aus.
Der 1. Vorsitzende ab 1920 war Heinrich Hilberger (Sauerz). Die ersten
Vorstandsmitglieder aus den Gründungsjahren des Vereins konnten nicht mehr
ermittelt werden. Der Nachfolge von Heinrich Hilberger trat Mitte der zwanziger
Jahre Wilhelm Schmidt aus Oberndorf an.
Die Fußballabteilung stand aus Mangel an aktiven Spielern in
den ersten Jahren immer in Konkurrenz zu den Turnern. Eine Losung der damaligen
Zeit hieß: “Wer morgens nicht turnt,
darf nachmittags nicht Fußball spielen“.
Das sportliche Treiben der aktiven Turner beschränkte sich
auf freundschaftliche Vergleiche mit anderen Turnvereinen sowie Schauturnen bei
Turnfesten. Im Vordergrund stand weniger die sportliche Leitung, sondern
vielmehr das freundschaftliche und gesellige Zusammensein mit gleichgesinnten
Vereinen.
Mitte der zwanziger Jahre wurde das Gasthaus Althaus zum
Vereinslokal. Als Turnstätte diente nun die Scheune des Vereinswirts; bei gutem
Wetter betätigte man sich im Freien. Als das Gasthaus 1928 um einen Saal
erweitert wurde, war fortan auch eine Sportstätte vorhanden, die den Ansprüchen
der Aktiven gerecht wurde. Dieser Saal diente dem Turnverein bis Mitte der 50er
Jahre als Übungs- und Wettkampfstätte.
Für die aktiven Fußballer wurde es immer mehr zum Problem,
dass zunächst kein geeignetes Sportfeld vorhanden war. Der Spielbetrieb schlief
rasch wieder ein. Unabhängig davon begann der Fußball in dieser Zeit im Marburger Land immer geordnete Strukturen
anzunehmen. Nur der Amönauer Turnverein stand bei diesem Geschehen zunächst
noch abseits, mangelte es doch weiterhin an einem geeigneten Sportplatz. Der
Verein drohte an diesem Problem auseinander zu brechen.
1930 – Der erste Sportplatz wird gebaut

1930 war es dann endlich soweit. Unter dem damaligen Vorsitzender
Lehrer Dietrich kam das Vereinsleben
wieder in Schwung; in seiner Amtszeit verhalf er dem Sportverein zur ersten Blüte. Sportlich vielseitig verstand
er es, die Jugendlichen dem Verein näher zu bringen – ein wichtiger Grundstein
zum Fortbestand des Vereins. Er weckte eine solche Begeisterung unter den
Jugendlichen, dass der Bau eines Sportplatzes nicht mehr zu verhindern war. Das
Vereinsmitglied, der damalige Unternehmer Johannes
Gnau, stellte die firmeneigene Gleisanlage und Geräte zu Verfügung. Die
Arbeit verrichteten die Mitglieder zum größten Teil in Eigenleistung.
Finanzielle Unterstützung erhielt der Verein durch die Gemeinde Amönau, durch
den Kreis und die zur damaligen Zeit üblichen Arbeitsnotstandsgelder – eine
Maßnahme, die die Arbeitslosigkeit in den 30er Jahren beheben sollte. Die
Arbeiten dauerten vom 11. November 1931 bis zum 13. Mai 1933.
Als die Sportler nun jedoch endlich ins Spielgeschehen eingreifen wollten, wurde das
Sportgelände von einer Sportkommission für zu klein befunden und verworfen. Die
Mitglieder ließen sich von diesem Rückschlag nicht ermutigen und gingen noch
einmal an die Arbeit, um den Platz auf die erforderliche Größe zu bringen.

v.l.: Karl Jakob,
Otto Dietrich, Heinrich Aßmann, Torwart Georg Schneider, Heinrich Muth,
Bernhard Hampel, Ernst Gnau, Heinrich Muth, Heinrich Arnold und Jakob Linne.
20 Jahre nach der Vereinsgründung verlief nun auch der
Fußball im Verein in geordneten Bahnen. Die Begeisterung am Fußballspiel wuchs
von Jahr zu Jahr.
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Der 2. Weltkrieg und die ersten Nachkriegsjahre
In den Jahren von 1931 bis 1939 blieb die Mitgliederzahl
konstant: 1935 wurden 53 zahlende Mitglieder gezählt. Während des 2.
Weltkrieges ruhte das Vereinsleben vollständig. Dies belegen die alten
Mitgliederbücher eindrucksvoll. Der erste Eintrag stammt aus dem Jahre 1945:
Der Verein zählte damals nur noch 37 Mitglieder. Dem 2. Weltkrieg fielen 27
Mitglieder zum Opfer. Ab dem Jahr 1946 normalisierte sich das Vereinsleben
wieder und der Turnverein Amönau erlebte in den folgenden Jahren einen steilen
Aufschwung. Schon im 1946 zählte man 86 Mitglieder. Der Monatsbeitrag betrug
damals 1 Mark. Großen Anteil am Aufschwung des Vereins in den ersten Nachkriegsjahren
hatte der 1. Vorsitzende Johannes Fett (Oberndorf). Trotz der Nachwirkungen des
2. Weltkrieges verstand er es, Begeisterung und Engagement für den Verein
wiederzubeleben. Johannes Fett war 1. Vorsitzender von 1946 bis 1948.
Nachfolger wurde 1949 der Lehrer Rudolf Manz. Johannes Fett wurde zum
Ehrenvorsitzenden ernannt.
1947 wurde der TURNVEREIN Amönau umbenannt in TURN- UND
SPORTVEREIN Amönau. Auch eine Turnabteilung wurde wieder ins Leben gerufen.
1949 wurde außerdem eine Theatergruppe durch Arnold Dornseif gegründet, die bis
1955 sehr erfolgreich in Althaus Saal
Theater spielte.

Erna Barthmann auf dem Reck, Martha Hein,Gretel
Otto und Anni Wiegand
1946 – Der Sportplatz wird ausgebaut
1946 wurde der Sportplatz zum zweiten mal erweitert und
umgebaut. Auf Beschluss einer Mitgliederversammlung wurden alle Mitglieder
verpflichtet, sich am Sportplatzausbau mit 2 Arbeitstagen oder 15 Mark zu
beteiligen. Sportlich konnten schon kurz nach dem 2. Weltkrieg die ersten
Erfolge errungen werden. Die erste Mannschaft stieg 1947 von der 1. Kreisklasse
in die A-Klasse auf. Als erster Jugendleiter machte sich Theo Hermann um die
Jugendarbeit verdient. Durch seine verdienstvolle Arbeit hatte er großen Anteil
am Aufstieg in die A- Klasse.
1955 – Stiftungsfest zum 45-jährigen
Bestehen des Vereins
Vom 18. bis 20. Juni 1955 fand ein Stiftungsfest zum 45-jährigen Bestehen des Vereins mit Fahnen- und Bannerweihe statt. Anlässlich
dieses Festes wurde eine Vereinsfahne angeschafft - größtenteils von
Vereinsmitgliedern selbst finanziert: Spenden erbrachten 113 DM, Jugendsammlungen 32 DM und ein
Rasierklingenverkauf weitere 20 DM. Die Damen des Vereins spendeten die
Fahnenschleifen. Insgesamt wurden etwa 700 DM für die neue Vereinsfahne
aufgewendet.

v.l. Gerhard Fett, Heinrich Gnau mit der Fahne und Walter Wiegand
Erstmals in der Geschichte des Vereins wurden zahlreiche
Mitglieder geehrt: 15 Gründungsmitglieder, 18 Ehrenmitglieder und 4 Mitglieder
erhielten die goldene Ehrennadel und weitere 4 Mitglieder die silberne
Ehrennadel. Diese Angaben wurden einem Festprotokoll von 1955 entnommen, das
noch in Urschrift vorliegt.

eines der letzten Spiele auf dem alten Sportplatz Karl-Heinz Hilberger (Mitte) rechts Herbert Gratze und links Horst Weber
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1958 bis 1995 – Der Bau
des neuen Sportgeländes auf der „Vieh-Trift“

Rodungsarbeiten an der Viehtrift 1964 - der neue Sportplatz entsteht
Der Bau des Sportplatzes auf der „Vieh-Trift“ zog sich über
Jahre hin. Allein die erste Planungs- und Bauphase dauerte von 1958 bis 1971.
Die Baukosten beliefen sich auf 117.000 DM – doppelt so teuer wie 1958 geplant.
Am 8. August 1971 wurde der Platz eingeweiht und der TSV hatte endlich ein
funktionsfähiges Sportgelände. Doch die Ernüchterung folgte auf den Fuß. Aus
dem ursprünglich geplanten Rasenplatz war aus Kostengründen ein Rotsand-
Tennenplatz geworden. Die Tennendecke jedoch hielt den Einweihungsspielen nicht
stand und der Platz wurde schon am Tag nach der Einweihung von der Kreisbehörde
wieder gesperrt. Wieder einmal stand der
TSV Amönau ohne zeitgemäßes Sportgelände da. Nach einigen Kompetenz- und Verantwortungsstreitigkeiten
wurde der Platz zunächst ein Jahr später wieder bespielt ohne dass das Problem
behoben war. Der Zustand der Tennendecke verschlechterte sich zusehends: Die
Verletzungsgefahr wurde immer größer und bei Regen glich der Platz einem See.
1985 wurde endlich eine neue Tennendecke aufgezogen. Man hatte Gift im Rotsand
gefunden, was die Sanierung des Platzes beschleunigte. Der Platz war nun wieder
ordnungsgemäß bespielbar, aber die Qualität der Spielfläche ließ auch nach der
Sanierung noch zu wünschen übrig. Die unendliche Geschichte des Sportplatzes
war noch nicht zu Ende; sie setzte sich noch bis 1995 fort.
1995 wurde der Hartplatz auf Betreiben des damaligen
Vorstandes, Karl- Heinz Otto war 1. Vorsitzender, zu einem Rasenplatz umgebaut, damit ging ein
jahrzehntelanger Wunsch der Fußballer endlich in Erfüllung. Der Umbau kostete
inkl. der Bewässerungsanlage 147.000 DM. Davon musste der TSV neben der Eigenleistung etwa 25.000
DM selbst übernehmen; der Eigenanteil wurde mit einem Darlehen abgedeckt. Erst
jetzt konnte man mit Recht behaupten: Der Sportplatzbau ist abgeschlossen. Der
neue Rasenplatz war ein Glücksfall für den Verein. Mit großer Sorgfalt und
finanziellem Aufwand wird er jährlich gepflegt und hat sich zu einem
Vorzeigeobjekt in der Region entwickelt. Der sportliche Aufschwung der
Fußballabteilung ist eng mit diesem hervorragenden Rasenplatz verbunden
Bau eines Umkleidegebäudes
Am 24. September 1977 begann der Bau eines Umkleidegebäudes.
Umfangreiche Vorbereitungen und Bemühungen des Vereinsvorstandes, des
Ortsvorstehers Ludwig Ronzheimer und des Bürgermeisters der Stadt Wetter Hans
Kern waren vorausgegangen. Der Neubau kostete ca. 100.000 DM. Das Haus wurde in
Eigenleistung erbaut, die Materialkosten übernahm die Stadt Wetter. 1990 wurde
das Gebäude nochmals erweitert und erhielt schließlich im Jahr 2006 eine
Vorplatzüberdachung.
Der Fußball in den Jahren 1960 bis 2005
Anfang der 60er Jahre begann Zeit des kontinuierlichen
Fußballtrainings. Einmal pro Woche wurde trainiert: zunächst unter Leitung des
Spielausschussobmannes Heinrich Gnau, schließlich wurde mit Hartmut Reklies vom
VFL Marburg auch der erste bezahlte Trainer verpflichtet, er war später auch
aktiver Spieler. Somit entstand die Grundlage für die späteren Erfolge, denn im
Spieljahr 1969/70 stiegen die Fußballer in die A-Klasse auf, zwei Jahre später
folgte der Abstieg.
Unter Trainer Rolf Gassmann gelang
1989 der erneut Aufstieg in die A-Klasse, dem zwei Jahre später wieder der
Abstieg folgte.
Seit dem Ende des 2. Weltkrieges wurde
bei den Fußballern des TSV Amönau auch zielstrebig Jugendarbeit betrieben.
Anfang der 60er Jahre wurden Heinrich Müller und Werner Gratzke zu
Jugendleitern berufen; beide prägten in den Folgejahren die Jugendarbeit der
Fußballer erheblich. Der größte Erfolg in der eigenständigen Jugendarbeit des
TSV Amönau wurde 1967 errungen: Die A-Jugendmannschaft unter Leitung von Werner
Gratzke wurde Kreispokalsieger mit einem 2:1 Sieg gegen Beltershausen.
Im Jahre 1975 legte der damalige
Jugendleiter Karl Muth den Grundstock für eine enge Zusammenarbeit mit dem TSV
Treisbach und dem TSV Warzenbach im Jugendfußballbereich. Nach vielen
erfolgreichen Jahren musste sie jedoch
Ende der 80er Jahre infolge Spielermangels beendet werden. Beim TSV Amönau arbeitete man in den Folgejahren
mit dem VFB Wetter recht erfolgreich zusammen, viele Spieler fanden von dort
den Weg in die erfolgreiche 1. Seniorenmannschaft des TSV Amönau.
Die bisher größten Erfolge konnten
die Seniorenfußballer in den Jahren ab
1999 mit der Verpflichtung von Gerd Karcher als Spielertrainer und Henry Schmidt
als Spieler verbuchen. Beide waren erfahrene Landesligaspieler und führten den
TSV in den nächsten Jahren zu einem wahren Höhenflug. Dem Aufstieg 1999 in die
A-Liga folgte zwei Jahre später sogar der Aufstieg in die Bezirksliga. Nach dem
Abstieg 2005 gelang 2006 der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Gerd Karcher ist mittlerweile bereits im achten
Jahr verantwortlicher Trainer. Er hat den Verein zu ungeahnten Höhen geführt.
Eine erfolgreichere Zeit gab es noch nie in der über 80-jährigen Geschichte
unserer Fußballer. Gerd Karcher, Henry Schmidt und Co haben eine wahre
Fußballeuphorie in Amönau ausgelöst
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1967 – Die Tischtennis-Abteilung wird gegründet
1967 wurde dem TSV Amönau eine Tischtennisabteilung
angegliedert, die zunächst mit zwei Mannschaften in die laufende Spielrunde
eingriff. Erster Abteilungsleiter war Wilhelm Brössel, der auch bis Anfang der
80er Jahre aktiv Tischtennis spielte. Die Tischtennisspieler des Vereins waren
in der Folgezeit recht erfolgreich, auch wenn sie nicht mit offenen Armen im
Verein aufgenommen wurden. Sie sorgten zeitweise für mehr positive Schlagzeilen
als die Fußballer.
Die Anfänge des Tischtennissports in Amönau lagen zum
Zeitpunkt der Abteilungsgründung bereits 20 Jahre zurück – damals initiiert
durch Peter Brössel. Bereits im Jahre 1950 fanden sich bei Gastwirt Jäger
Tischtennisfreunde zusammen, um dort ihrem Hobby nachzugehen. Auf einer selbst
gebauten Platte schlugen Wilhelm Brössel, Ludwig Brössel, Johannes Jäger und
Lothar Wagner unter der Laube der Gastwirtschaft Jäger ihre ersten Bälle. Gegen
Ende der 50er Jahre kamen Karl Dersch, Heinrich Fett, Klaus Niedergesäß,
Heinrich Sauerwald, Hermann Schmack, Günter Schulze, Walter Höbener und Horst
Weber dazu. Die Trainingsstätte wurde in die Alte Schule verlegt und in eigener
Regie die erste Tischtennisplatte gekauft. Nachdem sich der Tischtennissport in
Amönau etabliert hatte und immer mehr Spieler hinzu kamen, wurden die Spieler
1967 mit einer eigenen Tischtennisabteilung in den TSV Amönau aufgenommen und
starteten mit zwei Senioren- Mannschaften den Spielbetrieb. Das erste
Meisterschaftsspiel fand in der Steinmühle in Cappel statt und wurde mit 7:2
gewonnen. Begleitet wurde das Ereignis von zehn Zuschauern aus Amönau, die als
Schlachtenbummler mit zum Spiel fuhren – eine erfreuliche Tatsache, die heute
eher selten anzutreffen ist. Das erste Punktspiel bestritten Eckhard Kuhl, die
Nummer 1 in den folgenden Jahren, Günter Schulze, Hermann Schmack, Wilhelm
Brössel und Karl Dersch. Schon nach einem Jahr schafften sie den Aufstieg in
die B-Klasse. Die zweite Mannschaft spielte mit Peter Lanzendörfer, Horst
Weber, Heinrich Fett, Walter Höbener und Harald Althaus. Die erste
Wettkampfstätte war der Saal der
Gastwirtschaft Althaus. Später musste man in die neue Schule ausweichen,
ehe dann die Sporthalle der Wollenbergschule Wetter gebaut wurde und das Problem der Wettkampfstätte
löste. Seit 1983 ist das Spiellokal im Dorfgemeinschaftshaus
Amönau. Die neugegründete Jugendmannschaft mit Harald Schulze, Reinhold
Brössel, Wolfgang Fett, Helmut Wiegand, Manfred Wiegand, Achim und Helmut Lind
wurde sofort Meister und Kreispokalsieger. 1976 richtete der TSV Amönau
erstmalig die Tischtennis-Stadtmeisterschaften aus und errang alle Titel. Einen
weiteren Erfolg konnte die Abteilung 1977 mit dem Aufstieg der 1. Mannschaft in
die A-Klasse verbuchen. Bei der Meisterschaftsfeier in der Gaststätte Otto
würdigten der damalige Vorsitzende des Vereins Karl Muth sowie der
Abteilungsleiter Hermann Schmack die gute Leistung der Tischtennisspieler. 1979
schaffte die 1. Mannschaft den Aufstieg
in die Bezirksklasse Nord-Ost. Die 2. Mannschaft erlebte außerdem ihr bisher
erfolgreichstes Jahr: Sie schaffte nach Abstieg auf Anhieb den Wiederaufstieg
in die nächst höhere Klasse mit einem Punktekonto von 28:0 Punkten und wurde
Meister der D-Klasse Gruppe II
Mit den Spielern G. Diehl, E. Brössel und W. Fett und Klaus
Niedergesäß wurde die Mannschaft in Kirchhain Kreispokal- und
Bezirkspokalsieger, erst bei den Spielen um den Hessenpokal mussten sie sich
der FTG Frankfurt nach heftiger Gegenwehr mit 0:5 geschlagen geben und belegten
einen hervorragenden 3. Platz.
Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erreichte die 1.
Mannschaft im Jahr 2004/2005 als sie Meister in der Bezirksklasse wurde mit der
Besetzung: Manfred Wiegand, Volker Schmidt, Marcel Dommermuth, Timo Wagner,
Frank Weide und Hermann Geil. Erster Abteilungsleiter der erfolgreichen
Tischtennis-Abteilung des TSV Amönau war von 1967 bis 1970 Wilhelm Brössel. Ihm folgte bis 1972
Christoph Junghans. In der Zeit von 1973 bis 1991 war Hermann Schmack war
Abteilungsleiter. Er hat sich in besonderer Weise um den Tischtennissport
verdient gemacht; unter seiner Leitung wurde die Tischtennisabteilung zu einem Aushängeschild des TSV Amönau. 1992 bis 1994 war Wolfgang Fett
Abteilungsleiter, gefolgt von Gerhard Freiling 1994 bis 1995. 1995 bis 1999
standen Heinrich Ruppersberg und Udo Diehl an der Spitze; sie wurden im Jahr
2000 abgelöst durch Heinz Dersch. In einer gemeinsamen Jubiläumsveranstaltung
im DGH Amönau feierten 1997 die Tischtennisabteilung ihr 30-jähriges und die
Gymnastikabteilung ihr 20 jähriges Bestehen. Während einer Feierstunde wurden
zahlreiche Mitglieder geehrt. Der 1. Vorsitzende Karl Heinz Otto erinnerte in
einem kurzen Rückblick auf die erfolgreichen Jahre beider Abteilungen.
1977 – Die Gymnastikabteilung wird gegründet
1965 endete zunächst die Turnära des TSV Amönau. Aus Mangel
an Zuspruch und längst vom Fußball überrollt, wurde die Turnabteilung
abgemeldet. Ein Stück Vereinsgeschichte ging vorerst zu Ende – bis zur Gründung
der Gymnastikabteilung 1977. Zur Gründungsversammlung am 18. April 1977 in der
Alten Schule fanden sich 22 Damen aus Amönau und Oberndorf ein. Das Gründungsdatum
wurde auf den 1. Mai 1977 festgelegt. Hildegard Moog wurde die erste
Übungsleiterin. Sie war es auch, die diese Abteilung in den ersten 10 Jahren sportlich
prägte. Erste Abteilungsleiterin wurde Anneliese Latzko, ihr folgte von 1979
bis 1986 Renate Gnittka, und von 1987 bis 1995 Margret Schmidt. Die Abteilung
wuchs sehr schnell auf ca. 70 Mitglieder und turnte zunächst in
Dorfgemeinschaftshaus Oberndorf. Im Jahr 1983 erfolgte der Umzug in das neu
errichtete Dorfgemeinschaftshaus nach Amönau. Die Gymnastikabteilung erfreute
sich in den folgenden Jahren wachsender Beliebtheit und zählt heute fast 150
Mitglieder. In den Jahren 1984 bis 1994
wurden regelmäßig Völkerballturniere veranstaltet. Befreundete Gymnastikgruppen
aus verschiedenen Vereinen nahmen daran teil und machten diese Veranstaltungen
zu einer wahren Attraktion. Sportlich wurde die Abteilung in den 90er Jahren
besonders durch die Jazz-Tanzgruppen unter der Leitung von Gabi Bamberger und Angelika Salomon in der ganzen
Region bekannt. Viele Gruppen und Trainingsangebote sind in den letzten Jahren
entstanden, sie werden zumeist von lizenzierten Übungsleiterinnen geleitet und
bestimmen heute das Bild dieser Abteilung.
Persönlichkeiten des TSV Amönau
Große Verdienste um die Fußballer des TSV Amönau hat sich
Heinrich Gnau als Spielausschussobmann in den Jahren von 1964 bis 1978
erworben. Nicht zuletzt seinem Einsatz und seinem Sachverstand ist es zu
verdanken, dass der TSV in jenen Jahren zu einem sportlichen Höhenflug
ansetzte. Höhepunkt seines Wirkens beim TSV Amönau war 1970 der Aufstieg in die
A-Klasse. Mit dem Fußball untrennbar verbunden ist auch der Name Manfred Müller. Er ist ein echtes Amönau
Eigengewächs und spielte viele Jahre in Sarnau Fußball, ehe er 1980 zum TSV
Amönau als erfolgreicher Mittelstürmer
zurück kehrte. Seit 1982 ist er in der Funktion des Spielausschußobmannes tätig, sein Wirken ist unverzichtbar für die
Amönauer Fußballer. Stellvertretend für viele Persönlichkeiten in der
Tischtennisabteilung ist hier Hermann Schmack zu nennen, als Mann des
Ausgleichs betrieb er in den 70er und 80er Jahren die Integration der Abteilung
in den TSV Amönau.
Hilde Moog war die Initiatorin zur Gründung der
Gymnastikabteilung und hat sich viele Jahre als sportliche Leiterin um die
Gymnastikabteilung verdient gemacht.
Zu den großen Persönlichkeiten die sich in der
Vereingeschichte um den TSV Amönau verdient gemacht haben, zählen die 1.
Vorsitzenden der verschiedensten Epochen. Zu erwähnen sind hier Heinrich
Hilberger, der Lehrer Otto Dietrich und Johannes Fett. Sie prägten den Verein
vor dem 2. Weltkrieg. Auch der langjährige 1. Vorsitzende Johannes Hilberger
war damals schon als Schiedsrichter aktiv. Unter seiner 23- jährigen
Regentschaft gelangte der TSV Amönau
nach dem 2. Weltkrieg über seine Grenzen hinaus zu großem Ansehen. Als er 1977
im Alter von 69 Jahren zurücktrat, konnte er auf eine fast 50- jährige
verdienstvolle Vereinsarbeit zurückblicken.
In der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1977 wurde Karl
Muth zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Er leitete den Verein bis 1986. In
diesen Jahren entwickelte sich der
Verein zu einem großen mitgliederstarken Sportverein. 1987 folgten weitere
große Namen im Amt des 1. Vorsitzenden: Bis 1992 war Hermann Theis Vorsitzender;
ihm folgte Karl Heinz Otto bis 1999 unter seiner Leitung wurde der Bau des
Rasenplatzes in Angriff genommen. Mit Gabi Bamberger stand von 2002 bis 2006 auch
erstmals in der Geschichte des TSV Amönau eine Frau an der Spitze des Vereins.
2006 konnte in der Jahreshauptversammlung zunächst kein Vorsitzender gefunden
werden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai wurde dann Karl
Muth erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Diese Namen stehen stellvertretend für viele ungenannte
Persönlichkeiten die in der fast 100-jährigen Geschichte des Vereins immer
ihren Platz fanden, um sich in besonderer Weise für ihren Verein einzusetzen.
Der TSV Amönau hat stets – wie viele andere Vereine auch – von
den Persönlichkeiten gelebt. Sie haben den Verein in besonderer Weise geprägt
und ihn zu dem gemacht was er heute ist: Ein erfolgreicher Sportverein.
Die Vorsitzenden des Vereins
1911 Lehrer
Hoos
1920-1925 Heinrich
Hilberger
1926-1929 Wilhelm Schmidt
1930-? Lehrer Otto Dietrich
?- 1934 Heinrich Hilberger
1935-1939 nicht
bekannt
1946-1948 Johannes Fett
1949-1950 Lehrer Rudolf
Manz
1951-1953 Jakob Linne
1954-1976 Johannes
Hilberger
1977-1986 Karl Muth
1987-1991 Hermann Theis
1992 Erich
Theis
1993-1999 Karl-Heinz
Otto
2000 Klaus
Peter
2001-2005 Gabi
Bamberger
ab 2006 Karl Muth
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