Heimatverein Amönau e.V.
Vorsitzende:
Mike Diehl
Boris Lang
Inge Lang
Armin Latzko
Bernhard Tribensky
Kamerunschafe pflegen Magerrasen in Amönau seit 20 Jahren
Seit zwanzig Jahren pflegt eine Herde von Kamerunschafen den Hang vor der Koppe.
Im Jahr 2006 kaufte der Heimatverein Amönau aus 3 Beständen im Landkreis 6 Kamerunschafe. Seit dieser Zeit sorgen die Tiere dafür, dass der Magerrasen auf einer Fläche von ca. 2 Ha von Kiefern und Birkenflug freigehalten wird. Selbst der Schwarzdorn wird von den genügsamen Tieren kurz gehalten.
Der Stadt Wetter als kommunaler Eigentümer kommt diese Initiative sehr entgegen, da die Arbeiter des Bauhofes diese Pflege wahrscheinlich nicht leisten könnten. Die Herde inzwischen, immer 10 - 20 Tiere bleiben ganzjährig auf der Fläche und können sich bei schlechtem Wetter und im Winter in die vom Heimatverein Amönau im Jahr 2011 neu errichteten Schutzhütte zurückziehen. Ein Teil dieser Herde verwertet der Heimatverein bei seinem jährlichen Gans und Lamm Essen.
Durch Zukauf eines Bockes aus einer anderen Herde wird regelmäßig für eine Auffrischung der Herde gesorgt. Letztens im Herbst 2025 wurde der Bock „Hänning“ aus Weimar in die Herde aufgenommen. Hänning freundete sich schnell mit den Auen(weibliche Tiere) an. Im Frühjahr 2026 vergrößerte sich die Herde um 14 junge (Lämmer)
Spaziergänger „verpflegen“ die heimisch gewordenen Tiere zusätzlich mit trockenem Brot. Gartenabfälle und Essensreste mögen die Tiere gar nicht. In früheren Jahren war auf der Fläche die Amönauer Baumschule. Hier wurden hochstämmige Obstbäume herangezogen und an die Einwohner verteilt. Zeitweise hatten Schulkinder der Amönauer Grundschule auch Baumpatenschaften übernommen. Noch heute stehen sehr alte Obtbäume auf der Fläche.
Zusammen mit der örtlichen NABU Gruppe wurden in den letzten Jahren ca. 40 Bäume nachgepflanzt und mit Schutzgittern versehen. Besonders erfreulich ist, dass die Schafe ein gärtnerisches Mäulchen haben. Die seltene Orchideenart die Weiße Waldhyazinte wie auch die Osterglocken und Maiglöckchen werden nicht abgefressen.
Der Magerrasen profitiert besonders von den Schafen, denn durch das Abäsen wird die Fläche von Flugsamen frei gehalten. Ohne die Tiere hätte sich der Wald diese Fläche schon erobert. Hin und wieder ist ein recht deutliches Määäääh im Dorf wahrzunehmen. Ein kleine Gruppe des Vereins hat sich der Betreuung der Tiere angenommen. Ein besonderer Dank des Dorfes an sie.
Hier der Ausschnitt aus dem Wetteraner Boten vom 13.08.2026
Neues Mitglied in der Kamerunherde
Seit 18.11.2023 ist "Luca" ein Kamerunbock wieder nach seinem Urlaub auf dem Hainchen bei Michael A. in der Herde an der Koppe und wird hoffentlich für Nachwuchs sorgen. In ca. 5 Monaten wissen wir mehr.